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Passivhaus Fenster

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PASSIVHAUSFENSTER

Das Passivhaus

Das Passivhaus unterscheidet sich von herkömmlichen „Stein auf Stein“ – Häusern, da sie ohne Heizsysteme auskommen. Die optimierte Wärmedämmung der Passivhäuser bedarf nur einer geringen Heizleistungen von ca. 15 kWh/m²a (normale Häuser 100 - 180 kWh/m²a, Energiesparhäuser in Vorarlberg ca. 55 kWh/m²a, 3-Liter-Häuser ca. 30 kWh/m²a). Die benötigte Wärmeenergie kann über Be- und Entlüftungssystem gewonnen werden.

Das Passivhausfenster

Schlecht gedämmte Fenster sind Angriffsflächen für Kälte und Zugluft in der Außenfassade. Um dem Entgegenzusteuern bedarf es einer aktiven Wärmezufuhr. Das Passivhaus wurde erst durch die Entwicklung der Passivhausfenster möglich. In „normalen“ Häusern  besteht trotz solarer Energiegewinnung eine negative Energiebilanz, da die tagsüber gewonnene Solarenergie geringer ist, als die nächtlich abgegebene Energie. Mit dem  Passivhausfenster wird diese Tatsache umgekehrt, sodass Wärmeenergie gewonnen wird.

Passivhausfenster sind sehr komplex aufgebaut. Sowohl die Verglasung, als auch die Rahmenkonstruktion sind wärmeoptimiert. Passivhausfenster verringern die Wärmeverluste gegenüber neuen Fenstern um mehr als 50%. Passivhausfenster sind dreifach verglast. Die Hohlräume sind mit Edelgas (Argon)gefüllt. Zudem sind die Glasscheiben speziell beschichtet. Sie reflektieren die Wärme ins Gebäudeinnere. Zusätzlich wurde der Fensterrahmen speziell geformt und gedämmt. Für die Fensterrahmenkonstruktion können sehr schlanke Rahmenprofile verwendet werden. Der Vollholzrahmen sorgt dank der im Rahmen eingeschlossenen Luftkammern für optimale Dämmwerte.

Dennoch sollte mit der neuen Technik sinnvoll umgegangen werden. Es ist keinesfalls zweckmäßig, die komplette Sonnenseite seines Hauses vollflächig zu verglasen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Räume im Inneren des Gebäudes überhitzen, da wie eingangs erwähnt, die Wärmereflektion nach innen erfolgt. Weitere folgen wäre eine zu hohe Wärmeabstrahlung in der Nacht. Als Faustformel gilt, ein Glasanteil von ca. 40 Prozent für die Südseite.

Passivhausfenster sind ein tragender Bestandteil im Konzept des Passivhaus. Die dreifache Verglasung und die optimierte Rahmendämmung halten das Haus warm. Unter Berücksichtigung der Standort- und Orientierungsmerkmale können sie die Sonnenenergie optimal nutzen, was zu einer Energie- und Kosteneinsparung führt.

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